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8. März ist Internationaler Frauentag

„Brot und Rosen“ am Internationalen Frauentag: Für ein gutes Leben für alle!

Am 8. März feiern wir den ganzen Tag: Stündlich ertönt vor dem Weltladen das Lied „Bread and Roses“, gesungen von „Women of the World“.
Für diesen Anlass gestaltete Postkarten zum Pflücken laden dazu ein, einer lieben Freundin oder Frauen des öffentlichen Lebens Grüße zum Frauentag zu schicken.

Als „Brot und Rosen-Streik“ ist der Streik von Textilarbeiter*innen in Lawrence, Massachusetts, Anfang 1912 in die Geschichte eingegangen. Die Parole „Brot und Rosen“ findet sich seither immer wieder, wenn es um Widerstand gegen die Ausbeutung von Arbeiter*innen geht.
Die Textilindustrie war Anfang des 20. Jahrhunderts zum wirtschaftlichen Rückgrat der Stadt Lawrence im Osten der USA geworden, die meisten Beschäftigten waren Immigrant*innen aus Europa, mehr als die Hälfte davon Frauen und Kinder unter 18 Jahren.
Desolate, überteuerte Wohnverhältnisse und  gefährliche  Arbeitsbedingungen zusätzlich zu den niedrigen Löhnen nahmen den Arbeiter*innen jegliche Möglichkeit, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Auslöser des Streiks war eine Senkung der Löhne  der Arbeiterinnen, woraufhin die Frauen ihre Arbeit niederlegten und damit der Streik begann, an dem in Folge 25.000 Textilarbeiter*innen, unterstützt von Gewerkschaften, teilnahmen. Die Forderungen nach höheren Löhnen für alle, geregelten Arbeitszeiten und Bezahlung von Überstunden wurden schließlich trotz Widerstands der Fabrikbesitzer und Gewalt seitens der Stadt doch durchgesetzt. (Quelle)

Die New Yorker Gewerkschafterin Rose Schneiderman verwendete den Slogan „Brot und Rosen“ 1911 bei einer Rede: „The woman worker needs bread, but she needs roses too.“ (Quelle: Annelise Orleck: Rose Schneiderman, Jewish Women: A Comprehensive Historical Encyclopedia)
Ein amerikanischer Lyriker übernahm diese Phrase in ein Gedicht gleichen Namens, das als Lied vertont beim Textilstreik in Lawrence bekannt wurde.
Dieses Lied gehört seitdem zur Internationalen Gewerkschafts- und Frauenbewegung.

Gerechte Löhne und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen sind weltweit auch heute oft nicht zu finden. Im Globalen Norden sind es vielfach Immigrant*innen, die in Fleischfabriken oder auf Gemüseplantagen unterunwürdigen Bedingungen schuften. Im Globalen Süden werden Kinder, Frauen und Männer von multinationalen Konzernen z.B. auf Kakaoplantagen, in Textilfabriken oder Erzminen ausgebeutet.

Die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen ist eines der ZIELE des FAIREN HANDELS:

      1. Frauen im Globalen Süden haben in Fair-Handelsorganisationen deutlich mehr Chancen, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, mit dem sie ein würdiges und selbstbestimmtes Leben führen können.
      2. Sie haben Zugang zu Bildung und Landbesitz und werden in Entscheidungsprozesse einbezogen.
      3. Sie werden darin bestärkt, ihre Rechte wahrzunehmen und haben damit die Möglichkeit, sich auch in Gesellschaft und Politik einzumischen.
      4. Die Stärkung von Frauen sowie die Förderung und Einbindung ihrer Potenziale kommen auch der Gemeinschaft zugute. Denn Frauen investieren ihr Einkommen vermehrt in Bildung, soziale Aktivitäten und Gesundheit. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl*.
      5.  Auch die Weltladenbewegung in Österreich ist fest in Frauenhand: Der Großteil der Weltläden wird von Frauen geleitet und in den Teams engagieren sich besonders Mitarbeiterinnen für den Fairen Handel.